Inventar zur Interessenentdeckung

Содержание
  1. Inventur
  2. Beispiel: körperliche Inventur
  3. Verlegte Inventur
  4. Permanente Inventur
  5. Stichprobeninventur
  6. Inventurdifferenzen
  7. Gründe für Inventurdifferenzen
  8. Inventur, Inventar und Bilanz: Die Unterschiede – firma.de
  9. Inventur und Inventar
  10. Inventar als Grundlage für die Bilanz
  11. Das sollte die Bilanz beinhalten
  12. Rechnungswesen: Weitere Basics
  13. Inventur Software: Die 8 besten Tools 2020 im Vergleich
  14. Bestände erfassen
  15. Reporte
  16. Verknüpfung mit Buchhaltung und Steuerberater
  17. Zentrale Datenbanken
  18. Für wen eignet sich eine Inventarisierungssoftware?
  19. Welche Vorteile gibt es?
  20. Kunden- und Lieferantenkontakte auf einen Blick
  21. Benachrichtigungen zu Lagerbeständen
  22. Graphische Darstellung
  23. Geschäftsdaten mobil einsehen
  24. Gibt es auch Nachteile?
  25. Komplexität
  26. Aufwendige Erstinventur
  27. Was kostet eine Inventur Software?
  28. Worauf sollten Sie achten?
  29. Der Markt im Überblick
  30. Fazit: Eine Inventur Software erleichtert Ihnen das (Geschäfts-)Leben
  31. Inventar & Inventur einfach erklärt | Definition & Infos
  32. Wer muss eine Inventur durchführen?
  33. Was ist der Unterschied zwischen Inventur und Inventar?
  34. Was gehört alles zum Inventar eines Unternehmens?
  35. Wie wird das Inventar verwaltet?
  36. 1. Körperliche Inventur
  37. 2. Buchinventur
  38. 3. Anlageninventur
  39. Stichtagsinventur
  40. Zeitnahe Stichtagsinventur
  41. Stichprobeninventur
  42. Permanente Inventur
  43. Vor- oder nachverlegte Inventur
  44. Wie muss eine Inventur protokolliert werden?
  45. Was ist eine Inventur? Einfach und verständlich erklärt!
  46. Warum führt man eine Inventur durch?
  47. Wer muss eine Inventur durchführen?
  48. Wann wird eine Inventur durchgeführt?
  49. Stichtagsinventur
  50. Zeitverschobene Inventur
  51. Permanente Inventur
  52. Sonderform: Stichprobeninventur
  53. Umfang einer Inventur
  54. Fertige und unfertige Erzeugnisse
  55. Hilfs- und Betriebsstoffe
  56. Kommissionsware
  57. Wertlose oder minderwertige Waren
  58. Ware, die sich unterwegs befindet
  59. Bewegliches Anlagevermögen
  60. Inventur des nicht körperlichen Vermögens und der Schulden (Buchinventur)

Inventur

Inventar zur Interessenentdeckung

Eine Inventur ist die körperliche Bestandsaufnahme, anhand derer das Inventar als Grundlage für die Bilanz erstellt wird.

Beispiel: körperliche Inventur

Die Inventur erfolgt bei einem Baumarkt zum Bilanzstichtag 31. Dezember z. B. durch Zählen (Rasenmäher), Wiegen (Schrauben) und Messen (Rollrasen) — und ggf. auch durch Schätzen (z.B. Pegelstand bei Schüttgut wie Splitt, Sand, Kies).

Es ist oft schwierig, Silvester (Bilanzstichtag) eine komplette Inventur durchzuführen; das HGB sieht in § 241 HGB Inventurvereinfachungsverfahren (zeitnahe Inventur, verlege Inventur, permanente Inventur, Stichprobeninventur) für die Inventur vor, die es dem Kaufmann erlauben, zwischen verschiedenen Inventurarten zu wählen.

Für wertvolle Bestände (z.B. Gold bei einem Hersteller von Luxusuhren) und Bestände mit unkontrollierbarem Schwund (z.B. durch Verderb) werden die Inventurvereinfachungsverfahren jedoch nicht als zulässig erachtet (vgl. HFA 1/1990).

Neben die körperliche Inventur tritt die Buchinventur für die Vermögenswerte und Schulden, die nicht gezählt werden können, z.B. Bankguthaben, Kundenforderungen, Lieferverbindlichkeiten, Bankschulden.

Bei der Buchinventur erfolgt die Bestandsaufnahme anhand von Belegen (z.B. Kontoauszüge, Bankbestätigungen, Offene-Posten-Listen bzw. Rechnungslisten, Saldenbestätigungen, Grundbuchauszüge, Verträge).

Alternative Begriffe: Bestandsaufnahme, Inventuraufnahme, Jahresinventur.

Die Stichtagsinventur ist die Bestandsaufnahme am bzw. um den Bilanzstichtag (z.B. Inventur vom 28. bis 31. Dezember).

Eine körperliche Bestandsaufnahme innerhalb von 10 Tagen vor oder nach dem Bilanzstichtag wird ebenfalls als zulässig erachtet, sofern die mengen- und wertmäßigen Bestandsveränderungen bis bzw. vom Bilanzstichtag mittels Belegen nachvollzogen bzw. nachgewiesen werden können — man bezeichnet dies als zeitnahe Inventur oder ausgeweitete Stichtagsinventur.

Inventur — wie oft?

Gesetzlich genügt eine Inventur im Jahr. Viele Unternehmen machen aber freiwillig monatlich oder wöchentlich Inventur.

Ein Grund dafür ist, dass das Unternehmen verlässlich sein will: wenn dem Kunden per Auftragsbestätigung 100 Stück zugesichert wurden (und laut Lagerbuchhaltung auch vorhanden sind), ist es schlecht, wenn sich bei der Kommissionierung der Ware herausstellt, dass lediglich 90 Stück tatsächlich vorhanden sind.

Auch bei wertvollen Vorräten (Gold, Edelsteine, Laptops, Smartphones) empfiehlt sich ein häufigere Inventur.

Verlegte Inventur

Die verlegte Inventur nach § 241 Abs. 3 HGB kann

  • innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Bilanzstichtag (i.d.R. also in den Monaten Oktober bis Dezember des Geschäftsjahrs) als vorverlegte Inventur oder
  • innerhalb der ersten beiden Monate nach dem Bilanzstichtag als nachgelagerte Inventur (i.d.R. Januar und Februar des Folgejahrs)

durchgeführt werden.

Voraussetzung ist, dass durch ein den GoB entsprechendes Fortschreibungs- oder Rückrechnungsverfahren die Bewertung zum Bilanzstichtag korrekt erfolgen kann (§ 241 Abs. 3 Nr. 2 HGB); eine wertmäßige (d.h. nicht mengenmäßige) Fortschreibung ist ausreichend.

Permanente Inventur

Bei der permanenten Inventur muss jeder Artikel (z.B. Rasenmäher Typ A) zumindest einmal im Jahr erfasst (gezählt, gewogen, gemessen) werden.

Der Zeitpunkt kann beliebig gewählt werden, z.B. “wenn wenig los ist”.

Voraussetzung für die vereinfachten Inventuren ist ein entsprechendes System (Materialwirtschaft, Lagerbestandsverwaltung), das eine Rückrechnung bzw. Fortschreibung des Lagerbestands gewährleistet.

Wird z.B. am 20. Oktober ein Artikel mit 20 Stück gezählt und fanden danach bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember laut Lagerverwaltungsprogramm 5 Zugänge und 10 Abgänge statt, ist der Bestand zum Bilanzstichtag 15 Stück.

Letztlich wird durch die permanente Inventur zu verschiedenen Zeitpunkten überprüft, ob das System der Lagerbuchführung funktioniert.

Stichprobeninventur

Neben den bisher vorgestellten Inventurarten der Vollinventur erlaubt § 241 Abs. 1 HGB auch die Stichprobeninventur, bei der der Bestand der Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert mit Hilfe anerkannter mathematisch-statistischer Methoden aufgrund von Stichproben ermittelt werden kann.

Inventurdifferenzen

Treten Inventurdifferenzen auf – Beispiel: es wurden 90 Stück gezählt, laut Lagerbuchführung sollten aber 100 Stück auf Lager sein – müssen die Buchbestände angepasst werden, so dass im Inventar bzw. in der Bilanz das Vermögen richtig ausgewiesen ist.

Die Inventurdifferenzen werden als Bestandsveränderung bzw. Materialeinsatz verbucht und mindern den Jahresüberschuss.

Gründe für Inventurdifferenzen

Bei größeren Inventurdifferenzen forscht das Unternehmen nach, woher die Differenzen kommen könnten; z.B.:

  • Diebstahl;
  • falsche Kommissionierung (z.B. Kunden haben mehr Ware erhalten als laut Lieferschein vorgesehen);
  • schlampige Lagerbuchführung (Abgänge, Zugänge nicht oder nicht richtig eingetragen).

Источник: https://www.welt-der-bwl.de/Inventur

Inventur, Inventar und Bilanz: Die Unterschiede – firma.de

Inventar zur Interessenentdeckung

Sowohl die Bilanz als auch das Inventar geben Aufschluss über die aktuelle Vermögens- beziehungsweise Schuldenlage eines Unternehmens. Der entscheidende Unterschied liegt im Umfang der Auflistung der Vermögenswerte und Schulden eines Betriebs.

Ein Inventar ist ein Verzeichnis, in welchem die Mengen und Werte aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens erfasst und detailliert aufgelistet werden. Das Inventar kann unabhängig von der Buchführung erstellt werden, bildet aber die Basis für die Erstellung der Bilanz.

In der Bilanz werden die Vermögenswerte und die Vermögensquellen eines Unternehmens einander gegenübergestellt. Im Prinzip stellt sie eine verkürzte Form des Inventars dar, in welcher die einzelnen Positionen zu einem Wert zusammengefasst werden.

Der Vorteil des Inventars ist, dass alle Vermögensgegenstände eines Unternehmens sowie dessen Schulden nach Art, Menge und Wert detailliert aufgelistet werden.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Liste entsprechend umfangreich ist und daher schnell unübersichtlich werden kann.

Daraus ergibt sich wiederum der Vorteil der Bilanz, denn hier werden die Positionen kurz zusammengefasst und übersichtlich dargestellt.

Sowohl Inventar als auch Bilanz unterliegen einer gesetzlichen Auewahrungsfrist von zehn Jahren.

InventarBilanz
​​Eine Inventarliste kann nur aufgestellt werden, wenn zuvor eine Inventur durchgeführt wurde.Das Inventar bildet die Basis für die Erstellung der Bilanz.
In der Inventarliste sind die einzelnen Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens detailliert aufgelistet.Die Bilanz ist eine kurzgefasste Version des Inventars. Sie stellt Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens einander gegenüber.
Das Inventar enthält Angaben über Menge, Werte und Gesamtwerte der einzelnen Positionen.In der Bilanz werden die Werte der einzelnen Positionen zu Gesamtwerten zusammengefasst.
Die Darstellung der Positionen erfolgt untereinander (in Staffelform).Die Darstellung erfolgt nebeneinander (in Kontenform).
Die Auewahrungsfrist beträgt zehn Jahre.Die Auewahrungsfrist beträgt zehn Jahre.
Die Inventarliste muss nicht veröffentlicht werden.Die Bilanz muss gegebenenfalls veröffentlicht werden.

Inventur und Inventar

Inventur und Inventar sind Begriffe aus dem Bereich, der Buchhaltung. Als Inventur wird die Bestandsaufnahme von Menge und Wert aller im Unternehmen vorhandenen Vermögenswerte bezeichnet.

Hierzu zählen auch die Schulden des Betriebs. Die Inventur muss von jedem Kaufmann durchgeführt werden, der ein Unternehmen eröffnet oder der seinen Betrieb aufgibt.

Darüber hinaus ist eine jährliche Inventur notwendig, um das Geschäftsjahr abschließen zu können.

Als Inventar wird das Ergebnis der Inventur bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Liste, die den aktuellen Bestand aller im Unternehmen erfassten Vermögensgegenstände und Schulden des Betriebs detailliert auflistet.

Zudem bildet das Inventar die Basis für die Erstellung der Bilanz. Daher ist es wichtig, dass das Inventar lücken- und fehlerlos ist, damit alle in der Bilanz aufgeführten Informationen und Tatsachen der Wahrheit entsprechen.

Vereinfacht zusammengefasst: Mit der Inventur wird die Zählung der Vermögenswerte innerhalb eines Unternehmens bezeichnet, mit dem Inventar das Ergebnis der Zählung.

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Bei einer Inventur wird zwischen zwei Verfahren unterschieden: die körperliche Inventur und die Buchinventur. Bei der körperlichen Inventur werden alle gegenständlichen Werte erfasst, wie Maschinen, Lagerbestände oder fertige und halbfertige Ware.

Je nachdem, um welche Art von Vermögensgegenstand es sich handelt, kann der aktuelle Bestand der Vermögenswerte auf unterschiedliche Weise ermittelt werden, beispielsweise durch Zählen, Wiegen oder gegebenenfalls durch Schätzung.

Hierbei wird auch immer der Zustand der Vermögensgegenstände berücksichtigt. Die Ergebnisse werden anschließend in die Bestandsliste eingetragen. Bei der Buchinventur werden alle Guthaben und Schulden des Unternehmens erfasst und in der Buchhaltung festgehalten.

Im Prinzip werden hier alle Vermögenswerte aufgelistet, die nicht materiell sind.

Zusätzlich zur den Inventurverfahren gibt es verschiedene Inventurarten. Diese Arten legen fest, in welchem Umfang oder zu welchem Zeitpunkt eine Inventur erstellt wird. Zu den verschiedenen Inventurarten zählen:

  • Die Stichtagsinventur. Sie findet immer zu einem bestimmten Termin statt, der sich in der Regel am Ende eines Geschäftsjahres orientiert.
  • Die zeitversetzte/verlegte Inventur. Bei dieser Variante verschiebt sich der Zeitraum für die Inventur um drei Monate vor und für zwei Monate nach dem Stichtag für die Jahresbilanz.
  • Die Stichprobeninventur. Hierbei wird nur eine Teilerhebung durchgeführt. Über Stichproben werden die Vermögenswerte durch eine Hochrechnung ermittelt. Die Hochrechnung erfolgt nach strengen Prinzipien.
  • Die permanente Inventur. Diese Art der Inventur erfolgt fortlaufend. Sie erstreckt sich über ein ganzes Jahr bis zum Stichtag der Bilanz.

Zur Inventur gehört auch die Erstellung eines Bestandsverzeichnisses, in welchem alle Vermögensgegenstände und das Eigenkapital des Unternehmens erfasst werden sowie die Schulden, welche nach Fälligkeit sortiert werden müssen. Somit gibt die Inventur zeitgleich auch Aufschluss über die aktuelle finanzielle Situation des Unternehmens.

Inventar als Grundlage für die Bilanz

Buchführungspflichtige Unternehmen müssen zusätzlich zum Jahresabschluss eine Gewinn- und Verlustrechnung, gegebenenfalls auch einen Anhang und Lagebericht anfertigen sowie eine Bilanz erstellen.

Grundlage für die Bilanz bildet das Inventar. Die Bilanz muss gemäß § 242 HGB am Ende eines Geschäftsjahres aufgestellt werden und gibt Aufschluss über die aktuelle Vermögens- oder Schuldenlage des Unternehmens. In Form einer Abschlussrechnung stellt die Bilanz Vermögen und Schulden eines Betriebs zu Beginn der Geschäftstätigkeit den Werten am Ende eines jeden Geschäftsjahres gegenüber.

Ist ein Unternehmen gemäß § 241a HGB von der Buchführungspflicht befreit, ist es gemäß § 242 Abs. 4 HGB in der Regel auch von der Erstellung des Inventars und der Bilanz befreit.

Das sollte die Bilanz beinhalten

Nach § 247 HGB müssen in der Bilanz das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und die Rechnungsabgrenzungsposten einzeln ausgewiesen werden.

AktivaPassiva
Vermögenswerte bzw. Vermögensauau innerhalb des UnternehmensVermögensquellen bzw. Kapitalauau des Unternehmens
Mittelverwendung bzw. Investierung des UnternehmensMittelherkunft und Finanzierung des Unternehmens
Unterteilung in Anlage- und UmlaufvermögenUnterteilung in Eigen- und Fremdkapital
Nach Liquidierbarkeit ordnenNach Fälligkeiten ordnen

Einfach zusammengefasst lässt sich sagen, dass auf der Aktiva-Seite der Bilanz das steht, was im Unternehmen vorhanden ist, während auf der Passiva-Seite steht, was dem Unternehmen eigentlich gehört.

Rechnungswesen: Weitere Basics

Die auf unserer Seite veröffentlichten Informationen werden allesamt von Experten mit größter Sorgfalt verfasst und überprüft. Dennoch können wir nicht für die Richtigkeit garantieren, da Gesetze und Regelungen einem stetigen Wandel unterworfen sind. Ziehen Sie deshalb bei einem konkreten Fall immer einen Fachexperten hinzu – wir stellen gerne den Kontakt her.

firma.de übernimmt keinerlei Haftung für durch Fehler in den Texten entstandene Schäden.

Источник: https://www.firma.de/rechnungswesen/inventur-inventar-und-bilanz-das-sind-die-unterschiede/

Inventur Software: Die 8 besten Tools 2020 im Vergleich

Inventar zur Interessenentdeckung

“Wegen Inventur geschlossen!” Sicherlich ist Ihnen dieser Satz an der Tür von Geschäften bekannt Was umgangssprachlich “Zählen, Messen, Wiegen” heißt, ist eine Aufgabe, die oft Stress und viel Arbeit mit sich bringt.

Pünktlich zum (Bilanz)-Stichtag müssen alle Vermögenswerte aufgenommen werden, um es dann an die Buchhaltung weiter zu geben. Das Inventar ist eine Liste, die Teil des Jahresabschlusses ist und in der Bilanz auf der Vermögensseite erscheint.

Für alle nicht-bilanzierenden Unternehmen also die gute Nachricht: Sie sind von dieser Arbeit befreit. Wenn Sie jedoch zur Inventur verpflichtet sind oder einfach einen Überblick über Ihre Bestände bekommen möchten, gibt es auch hierfür nützliche Hilfsmittel.

Wie wäre es mit einer Inventur Software mit der Sie Ihre Vermögenswerte digital erfassen und bearbeiten können? Zwar müssen Sie den Bestand jährlich trotzdem einmal “per Hand” aufnehmen, den Zeitpunkt dafür können Sie jedoch frei wählen.

  1. Warum eine Inventur Software? Kein unnötiger Stress zum Stichtag mehr, weil Sie Ihr Inventar endlich permanent unter Kontrolle haben und den Termin für einen Inventurtag frei wählen können.
  2. Was kostet mich eine Inventur Software? Je nach der Größe Ihres Unternehmens unterscheiden sich die Preise hier stark. Für kleine Unternehmen gibt es Inventarisierungsprogramme schon kostenlos.
  3. Welche Software passt zu mir? Stimmen Sie Ihre Software mit angebotenen Zusatzfeatures speziell auf Ihre Bedürfnisse ab.

Inventur, egal ob permanent oder zum Stichtag, muss von jedem kaufmännischen Unternehmen durchgeführt werden. Die Nutzung einer Inventur Software kann Ihnen hierbei eine enorme Hilfe sein. Mithilfe von Barcode-Etiketten und dafür vorgesehenen Scannern oder einfach Ihrem Smartphone, erfassen Sie Ihr Inventar und legen es in einer zentralen Datenbank an.

Bestände erfassen

Erfassen Sie Ihre Bestände anhand der Namen und Artikelnummern oder aber versehen Sie Ihr Inventar mit Strichcode-Etiketten und scannen Sie es kinderleicht mithilfe einer App oder einem speziellen Barcode-Scanner. Die erfassten Daten können Sie anschließend im Inventursystem bearbeiten und mit weiteren Informationen wie Beschreibungen und Bildern zu versehen.

Reporte

Ein Inventarisierungsprogramm erstellt Ihnen überschaubare Reporte zu Ihrem Inventar. Das hilft Ihnen zum einen dabei Bestellungen besser zu kalkulieren, aber zum anderen auch Fehler frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus zeigen Ihnen viele dieser Tools den genauen Standort des jeweiligen Inventarpostens und sogar die Zugehörigkeit zu Kategorien und Kostenstellen.

Verknüpfung mit Buchhaltung und Steuerberater

Dank verschiedener Schnittstellen wie beispielsweise zu DATEV, haben Ihre Buchhaltung und Ihr Steuerberater ganz einfach Zugriff auf Ihre Daten, was einen enormen Zeitvorteil darstellt.

Zentrale Datenbanken

Legen Sie sich eine zentrale Datenbank an. Bestände, Bestellungen, Rechnungen so haben Sie alles auf einen Blick, können besser planen und kalkulieren und Ihre Zeit anderen Aufgaben widmen.

Für wen eignet sich eine Inventarisierungssoftware?

Je nach Größe Ihres Unternehmens, haben Sie die Wahl aus vielen verschiedenen Programmen. Viele Anbieter bieten vielfältige Versionen Ihrer Tools an, die sich auch im Preis unterscheiden.

Bei kleinen Unternehmen reichen oft die Grundfunktionen.

Führen Sie ein mittelständisches Unternehmen, sollten Sie jedoch auf bestimmte Zusätze wie zum Beispiel Soll-Ist-Vergleich, Diagramm-und Benachrichtigungsfunktion achten, damit Ihre Inventarverwaltung noch unkomplizierter vonstatten geht.

Welche Vorteile gibt es?

Neben den Standardfunktionen, die jedes Inventurtool mitbringen sollte, gibt es jedoch noch einige weitere Vorzüge, die für die Nutzung sprechen.

Kunden- und Lieferantenkontakte auf einen Blick

Legen Sie sich eine Kunden- und Lieferantendatenbank an. So sehen Sie nicht nur Ihre Lagerbestände, sondern können sich einen Überblick über Kunden und Geschäftspartner schaffen.

Benachrichtigungen zu Lagerbeständen

Sie werden benachrichtigt, sobald sich Lagerposten dem Ende neigen. Somit wissen Sie genau, wann und wie viel Sie nachbestellen müssen.

Graphische Darstellung

Hinterlegen Sie zu allen Inventarposten Bilder und stellen Sie diese erfassten Posten in einem überschaubaren Diagramm dar. So erhalten Sie und Ihre Mitarbeiter einen besseren Überblick.

Geschäftsdaten mobil einsehen

Egal wann und egal wo. Mit einer mobilen App haben Sie Ihre Inventurliste, Kundendaten und andere Unterlagen immer grifereit. Dies kann für Sie ein großer Vorteil in Meetings und Kundengesprächen sein.

Gibt es auch Nachteile?

Neben den überwiegenden Vorteilen, die Ihnen eine solche Software bietet, sollten Sie auch auf Gegenteiliges hingewiesen werden. Neben der Tatsache, dass eine Inventursoftware die “körperliche Bestandsaufnahme” nicht ersetzt, spielen die Aspekte Komplexität und Aufwand ebenfalls eine Rolle.

Komplexität

Zu Beginn kann Ihnen die Software recht komplex erscheinen, da viele Funktionsbuttons oft in ein Layout passen müssen. Allerdings bieten die meisten Anbieter Webseminare oder Tutorials an, in denen Sie die Vorgehensweise mit ihrem Tool erklären.

Aufwendige Erstinventur

Die Inventur zum ersten Mal in der Software anzulegen, bedarf relativ viel Zeit und Arbeit, da alle zu inventarisierenden Bestände erst erfasst und benannt werden müssen. Später wird das Tool Ihnen die Arbeit jedoch sehr erleichtern.

Inventurprogramme bedürfen einer gewissen Einrichtungszeit. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig, ob das Tool sofort verwendet werden kann oder ob Sie mehr Zeit einplanen müssen.

Was kostet eine Inventur Software?

Die gute Nachricht für Sie: Inventur Tools werden häufig kostenlos zum Download angeboten. Allerdings müssen Sie für eine repräsentative Inventur meist kostenpflichtige Funktionen hinzubuchen. Außerdem ist es möglich, dass sich die Preise nach Anzahl der zu inventarisierenden Gegenstände ermitteln.

Da hier die Kosten stark variieren, ist es schwer pauschal einen Preis festzulegen. Der Preisrahmen für ein monatliches Abonnement liegt etwa zwischen 25 und 250 Euro.

Sollte im Software-Umfang keine mobile App für Smartphone und Tablet enthalten sein, müssen Sie hierfür zusätzlich die Leihgebühr beziehungsweise den Kaufpreis einberechnen.

Worauf sollten Sie achten?

  • Sofern sie Ihre Software zur Inventarverwaltung repräsentativ in Ihrem Unternehmen einsetzen, achten Sie darauf, dass das System nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuches und der Pflegebuchführungsverordnung arbeitet.
  • Die Verteilung von Abschreibungen auf unterschiedliche Kostenstellen sollte möglich sein.
  • Schnittstellen mit einer Steuersoftware wie beispielsweise DATEV sind hier hilfreich, um Buchungsdaten direkt an die Finanzbuchhaltung weiterleiten zu können.
  • Darüber hinaus ist es für Ihre Buchführung und den Steuerberater von Vorteil, wenn sich die Daten als PDF- oder Excel-Datei exportieren lassen und
  • Achten Sie auf die Option für verschiedene Druckausgaben wie Versicherungsnachweise und Inventarlisten möglich sind.

Der Markt im Überblick

Im Bezug auf Inventur hat sich mittlerweile ein großer Markt entwickelt. Sie haben die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Softwares, jede mit anderen nützlichen Features. Hier ein paar in der Übersicht:

  • Exact Software Germany
  • Canvus Apptag-cloud-itemcations
  • Nch Software
  • Zoho Corporation
  • JTL-Software
  • VAJASOFT
  • Lexware
  • DeltaSoft Software und Beratung

Fazit: Eine Inventur Software erleichtert Ihnen das (Geschäfts-)Leben

In der heutigen Zeit, in der es aufgrund des riesigen Angebots schwer ist, Kunden an sich zu binden, ist es quasi unmöglich ein “Wegen Inventur geschlossen”- Schild an die Tür zu hängen.

Denn was passiert mit Laufkundschaft und Co? Sie gehen einfach zur Konkurrenz und sieht sie höchstwahrscheinlich nie wieder.

Also wieso im Zeitraum des Bilanz-Stichtags schließen, wenn Sie den Zeitpunkt für Ihre Bestandsaufnahme frei wählen können? Diese Freiheit bietet Ihnen die Nutzung einer Inventursoftware.

Egal für welche Größe, egal für welches Budget. Inventurprogramme gibt es für jede Art von Unternehmen. Wir haben bereits eine Vorauswahl getroffen und einige gängige Anbieter herausgesucht und bewertet. So finden Sie schnell und einfach die Inventur-Software, die wie für Sie gemacht ist.

Источник: https://trusted.de/inventur

Inventar & Inventur einfach erklärt | Definition & Infos

Inventar zur Interessenentdeckung

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 03.08.2020

Wer muss eine Inventur durchführen?

Alle Unternehmen, die zur doppelten Buchführung verpflichtet sind, müssen einmal jährlich am Ende des Geschäftsjahres eine Inventur durchzuführen. Das ergibt sich aus § 240 HGB (Handelsgesetzbuch) und § 140/141 AO (Abgabenordnung). Auch wer ein neues Gewerbe gründet oder sein Geschäft aufgibt, muss eine Inventur durchführen.

Alle Unternehmer, die ihren Gewinn mittels der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz: EÜR) ermitteln dürfen (z. B. Freiberufler), müssen keine Inventur durchführen.

Was ist der Unterschied zwischen Inventur und Inventar?

Die Inventur ist der Vorgang der Bestandsermittlung. Das Inventar dagegen ist das Ergebnis der Inventur, also die schriftliche Aufstellung oder das Verzeichnis über alle Schulden und Vermögensgegenstände. Bei der Inventur sichtet man das Inventar eines Unternehmens und sortiert es in drei übergeordnete Bereiche ein:

  • Vermögen (Anlagevermögen, Umlaufvermögen)
  • Schulden (langfristige Schulden, kurzfristige Schulden)
  • Eigenkapital (Vermögen minus Schulden)

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres muss eine Inventur durchgeführt werden, um das Inventar eines Unternehmens zu ermitteln. Doch was gehört eigentlich alles zum Inventar und warum muss man die Inventur überhaupt durchführen? Nachfolgend finden Sie die Antworten auf alle Fragen rund um das Inventar eines Unternehmens.

Was gehört alles zum Inventar eines Unternehmens?

Das Inventar listet alle Vermögensgegenstände und Schulden auf und vermerkt wichtige Informationen dazu:

  • Art des Vermögens / der Schuld
  • Menge (in Anzahl, Gewicht etc.)
  • Wert

Inventare müssen mindestens zehn Jahre auewahrt werden. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht darüber, was alles zum Inventar eines Unternehmens gehört. Je nach Art und Größe des Unternehmens können verschiedene Positionen hinzukommen oder wegfallen.

Anlagevermögen (Beispiele)
Verbindlichkleiten an Lieferanten
Umlaufvermögen (Beispiele)

Wie wird das Inventar verwaltet?

Je nach Größe des Unternehmens kann man das Inventar mit Hilfe einer Excel-Tabelle oder einer einfachen Inventarsoftware verwalten. Wichtig ist, dass man jeden Inventargegenstand einzeln auflistet und Folgendes notiert:

  • die Art
  • die Menge
  • den Geldwert

Außerdem muss jeder Inventargegenstand der übergeordneten Kategorie richtig zugeordnet werden (Anlagevermögen, Umlaufvermögen, langfristige und kurzfristige Schulden). Anschließend werden die Geldwerte in den übergeordneten Bereichen summiert. Die Differenz zwischen Vermögen und Schulden ergibt das Reinvermögen, also das Eigenkapital des Unternehmens.

Das Inventar ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden. Daraus ergibt sich das Eigenkapital.

In der Regel wird die Inventur am Jahresende durchgeführt, denn der Inventurstichtag ist der 31. Dezember. Einige Unternehmenszweige verlegen ihre Inventur auf einen anderen Zeitpunkt, zum Beispiel aufgrund saisonaler Geschäftsperioden, oder sie führen eine permanente Inventur durch. Mehr zu den verschiedenen Inventurarten hier.

Um am Inventurtag möglichst wenig Arbeit zu haben, kann die Inventuraufnahme im Vorfeld bereits vorbereitet werden, indem z. B. die Lager- bzw. Verkaufsfläche gut aufgeräumt und sortiert wird.

Bei der Inventur unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Verfahren. Diese berücksichtigen die Art der Gegenstände, die im Inventar-Verzeichnis festgehalten werden.

1. Körperliche Inventur

Dieses Inventurverfahren bezieht sich auf die Bestandsaufnahme der Vermögensgegenstände, die durch Wiegen, Messen oder Zählen aufgenommen werden können. Wenn eine exakte Aufnahme unmöglich bzw. wirtschaftlich unzumutbar ist (z. B. Sandvorräte), ist eine Schätzung mit anschließender Bewertung erlaubt.

Beim klassischen Inventurverfahren werden die Vermögensgegenstände gezählt, gemessen und gewogen.

2. Buchinventur

Bei der Buchinventur werden die immateriellen Vermögensgegenstände und Schulden aufgenommen. Beispiele dafür sind Bankguthaben und Verbindlichkeiten. Dabei wird Bezug genommen auf die Aufzeichnungen der Finanzbuchhaltung (z. B. Kontoauszüge, Rechnungen, Saldenlisten).

3. Anlageninventur

Dieses Inventurverfahren ist ein Bestandteil der Anlagenbuchhaltung. Es ersetzt die körperliche Bestandsaufnahme des beweglichen Anlagevermögens, wie beispielsweise:

  • Maschinen
  • Firmenwagen
  • Büroausstattung

Bei der Anlageninventur wird ein Anlagenverzeichnis erstellt, in dem für jeden Gegenstand eine Anlagenkarte geführt werden muss – mit folgenden Angaben:

  • Bilanzwert am Bilanzstichtag
  • Herstellungs- oder Anschaffungstag
  • Exakte Bezeichnung des Gegenstands
  • Höhe der Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten
  • Jährliche Abschreibung
  • Nutzungsdauer
  • Tag des Abgangs

Nicht für jedes Unternehmen ist die Durchführung der Inventur zum vorgeschriebenen Stichtag umsetzbar. Deshalb gibt es alternative Arten, die den Betrieben Spielraum bieten.

Stichtagsinventur

Bei dieser „klassischen“ Inventurart erfolgt die Bestandsaufnahme sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden am Bilanzstichtag, also am Ende des Geschäftsjahres. Dies ist in der Regel am 31. Dezember.

Zeitnahe Stichtagsinventur

Bei dieser Inventurart handelt es sich um eine Sonderform der Stichtagsinventur. Hierbei erhält das Unternehmen vom Finanzamt einen Spielraum von 10 Tagen um den Stichtag.

Wer sich für die zeitnahe Stichtagsinventur entscheidet, muss allerdings die Veränderungen des Inventars zwischen dem eigentlichen Stichtag und der Bestandsaufnahme erfassen.

Außerdem ist es erforderlich, dass diese wertmäßig fortgeschrieben bzw. zurückgerechnet werden.

Stichprobeninventur

Bei der Stichprobeninventur werden lediglich sorgfältig ausgewählte und repräsentative Stichproben genommen, aus denen anschließend der Gesamtbestand hochgerechnet wird.

Dies darf nur durch anerkannte mathematisch-statistische Verfahren erfolgen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Aussagewert der Stichprobeninventur dem einer vollständigen Inventur entspricht.

Permanente Inventur

Die permanente Inventur ermöglicht es Unternehmen, die Bestandserfassung im Geschäftsjahr zeitlich zu verteilen. Voraussetzung dafür ist, dass das bestehende Bestandsverzeichnis während eines Geschäftsjahres permanent fortgeschrieben wird und alle Zu- und Abgänge dokumentiert werden, z. B.

mit Hilfe eines Warenwirtschaftssystems. Mindestens einmal jährlich muss eine körperliche Bestandsaufnahme erfolgen und der Sollbestand der Lagerbuchführung mit dem Istbestand verglichen werden. Dabei müssen nicht alle Bestände auf einmal dokumentiert werden. Stattdessen kann z. B. ein Artikel im Januar erfasst werden und andere erst im Februar oder März.

Vor- oder nachverlegte Inventur

Wenn eine Stichtag- oder eine permanente Inventur nicht möglich sind, ist eine vor- oder nachverlegte Inventur eine geeignete Alternative. Hierbei darf die körperliche Bestandsaufnahme folgendermaßen erfolgen:

  • an einem beliebigen Tag innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Bilanzstichtag
  • an einem beliebigen Tag innerhalb der ersten 2 Monate nach dem Bilanzstichtag

Der am Tag der Inventur ermittelte Bestand wir wertmäßig auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben bzw. zurückgerechnet. Das Inventar ist auf den Tag der tatsächlichen Bestandsaufnahme datiert.

Wie muss eine Inventur protokolliert werden?

Bei der Inventuraufnahme reicht es nicht, ausschließlich die Bestandslisten auszufüllen.

Auch die Organisation, Durchführung und Kontrolle der Inventur muss mit entsprechenden Formularen dokumentiert werden.

Diese Protokolle, die Aufnahmebelege und Inventuranweisungen müssen zehn Jahre lang auewahrt werden. Erst nach Ablauf der Auewahrungsfrist dürfen sie vernichtet werden.

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Источник: https://www.buchhaltung-einfach-sicher.de/inventar-inventur

Was ist eine Inventur? Einfach und verständlich erklärt!

Inventar zur Interessenentdeckung

Bei der Inventur handelt es sich um eine lückenlose, mengen- und wertmäßige Erfassung sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens.

Bekannt ist insbesondere die körperliche Inventur, eine Art der Inventur, bei der Warenbestände und das Anlagevermögen gezählt bzw. gewogen, gemessen oder geschätzt werden.

Das Ergebnis ist das sogenannte Inventar – ein Bestandsverzeichnis, das neben der Menge auch den Zustand jeder einzelnen Position enthält.

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Warum führt man eine Inventur durch?

Zunächst liegt es im eigenen Interesse festzustellen, ob die Buchbestände mit den tatsächlich vorhandenen Beständen übereinstimmen. Treten beispielsweise regelmäßig Fehlmengen auf, kann dies ein Indiz für eine unsaubere Bestandsführung oder sogar für Schwund und Diebstähle sein.

Fehlbestände wirken sich weiterhin negativ auf betriebliche Prozesse aus und können beispielsweise zu Produktionsengpässen oder Lieferverzug führen. Daneben hilft die Bestandsaufnahme von

  • Guthaben,
  • Schulden,
  • Verbindlichkeiten und
  • Forderungen

Unternehmen dabei, ihre finanzielle Situation exakt einschätzen zu können. Hierdurch können etwaige Fehlentwicklungen rechtzeitig aufgedeckt werden, weshalb eine Inventur auch als Frühwarnsystem gesehen werden kann.

Hinweis: Inventur ist nicht zu verwechseln mit Inventar. Kurz gesagt ist das aufgelistete Inventar das Ergebnis der Inventur. Hierzu gehören Vermögensgegenstände, Schulden und Reinvermögen.

Wer muss eine Inventur durchführen?

Zur Durchführung einer Inventur sind nur „Kaufleute“ verpflichtet. Hierzu zählen Unternehmen, die unter die Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) fallen, also eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen müssen.

Sowohl Freiberufler als auch sämtliche Unternehmer, die ihre Gewinne anhand einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermitteln, müssen rein gesetzlich keine Inventur vornehmen.

Gesetzliche Pflicht: Neben dem Eigeninteresse besteht in Deutschland darüber hinaus die gesetzliche Pflicht zur Durchführung von Inventuren.

Jeder Kaufmann muss nach § 240 HGB und den §§ 140 sowie 141 AO (Abgabenordnung) im Rahmen der ordnungsgemäßen Buchführung eine Bestandsaufnahme vornehmen.

Neben der Bilanz, muss also auch eine Aufstellung des gesamten Inventars erfolgen.

Wann wird eine Inventur durchgeführt?

Die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer Inventur besteht zu folgenden Zeitpunkten:

  • Bei der Eröffnung eines Unternehmens
  • Bei der Übernahme eines Unternehmens
  • Bei der Schließung oder Veräußerung eines Unternehmens
  • Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres

Stichtagsinventur

Grundsätzlich gilt, dass die Inventur mindestens an jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden muss. Dieser Stichtag ist häufig der 31.12., kann bei einem abweichenden Geschäftsjahr jedoch auch ein anderes Datum sein.

Da die Bestandsaufnahme am Stichtag in der Praxis mit enormem Aufwand verbunden ist, ist die Durchführung innerhalb eines Tages jedoch meist nicht realisierbar. Es existieren daher einige Vereinfachungsregelungen, die diesem Umstand Rechnung tragen.

Beispielsweise kann die Inventur innerhalb von 10 Tagen vor oder nach dem Bilanzstichtag erfolgen. Bestandsveränderungen innerhalb dieses Zeitraums müssen jedoch berücksichtigt werden. Diese Inventurform ist insbesondere vorteilhaft für Unternehmen, bei denen in den ersten beiden Wochen des neuen Geschäftsjahrs wenig passiert.

Zeitverschobene Inventur

Das Handelsrecht erlaubt neben der klassischen Stichtagsinventur auch eine zeitlich verschobene Durchführung. Die körperliche Inventur kann in diesem Fall ein einem beliebigen Tag innerhalb folgender Zeiträume erfolgen:

  • Innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Bilanzstichtag
  • Innerhalb der ersten 2 Monate nach dem Bilanzstichtag

Achtung: Für die zeitverschobene Inventur müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss zunächst ein Rückrechnungs- bzw. Fortschreibungsverfahren angewandt werden, das eine ordnungsgemäße Bewertung zum Bilanzstichtag ermöglicht.

Beispiel: Du führst die körperliche Inventur am 30.11. durch und ermittelst einen Bestandswert von 250.000 Euro. Der Bilanzstichtag ist der 31.12. Im Zeitraum 01.12. bis 31.12.

verbuchst du einen Wareneingangswert von insgesamt 60.000 Euro und einen Ausgangswert (Wareneinsatz) von 30.000 Euro. Die Berechnung des Inventurergebnisses bzw.

des Bilanzwerts sieht dann wie folgt aus:

Bestandswert (Ermittelt durch Inventur) am 30.11.250.000 Euro
+ Warenzugänge 01.12. bis 31.12.+ 60.000 Euro
– Warenausgänge 01.12. bis 31.12.– 30.000 Euro
= Inventurergebnis / Bilanzwert zum 31.12.= 280.000 Euro

Ferner darfst du die zeitverschobene Inventur nur dann anwenden, wenn unkontrollierte Abgänge weitgehend auszuschließen sind. Hierunter fallen beispielsweise

  • Verderb
  • Verdunstung
  • Schwund oder
  • extreme Zerbrechlichkeit

Im Zweifelsfall solltest du dir diese Inventurform vom Finanzamt schriftlich gestatten lassen.

Permanente Inventur

Bei der permanenten Inventur wird das Inventar körperlich und buchmäßig aufgenommen. Auf die körperliche Inventur am Bilanzstichtag kann jedoch verzichtet werden, wenn der Bestand zu diesem Datum anhand der Lagerbuchführung ermittelt werden kann. Hierfür ist der Einsatz eines geeigneten WaWi- bzw. ERP-Systems erforderlich.

Auch bei dieser Form, also der permanenten Inventur, muss also das komplette Inventar körperlich erfasst werden. Jedoch ist der Zeitpunkt frei wählbar. Dies ermöglicht ein Maximum an Flexibilität, da der Inventurzeitraum beispielsweise auf die Ferienzeit oder ein beliebiges Wochenende gelegt werden kann.

Sonderform: Stichprobeninventur

§ 241 HGB lässt die sogenannte Stichprobeninventur als Vereinfachungsverfahren zu. Im Gegensatz zur Vollinventur werden nicht die gesamten Bestände erfasst, sondern nur ein Teil.

Die Berechnung der Gesamtmengen bzw. -werte erfolgt dann anhand mathematischer Verfahren. Hieraus ergeben sich einige Vorteile:

✔ Erhebliche Zeitersparnis

✔ Kosteneinsparung durch geringere Mitarbeiterkapazitätsbindung

Der Hauptnachteil einer Stichprobeninventur liegt in der Ungenauigkeit der errechneten Bestände.

Daher ist dieses Verfahren nicht in jedem Betrieb sinnvoll bzw. zulässig. Bei extrem wertvollen Gegenständen oder verderblicher Ware ist es komplett untersagt. Die Lagersoftware muss dieses Verfahren unterstützen und es muss vorab eine schriftliche Genehmigung des Finanzamts vorliegen.

In der Praxis ist die folgende Kombination weit verbreitet: Die Bestände hochwertiger Gegenstände werden durch exaktes Zählen ermittelt, die Bestände an geringwertigen Gütern (z. B. Schrauben) werden im Rahmen der Stichprobeninventur hochgerechnet.

Umfang einer Inventur

Grundsätzlich gilt: Das Bestandsverzeichnis, Inventar, muss den Nachweis ermöglichen, dass sämtliche Bestände vollständig aufgenommen wurden.

Eine körperliche Aufnahme erfolgt hierbei für Sachgegenstände. Hierunter fallen in erster Linie Vorräte, jedoch auch das materielle Anlagevermögen.

Folgende Bereiche zählen neben den klassischen Handelswaren ebenfalls zum Inventurumfang:

Fertige und unfertige Erzeugnisse

Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen muss anhand der Herstellungskosten erfolgen. Wie die Herstellungskosten und der Fertigstellungsgrad ermittelt wurden, muss aus den Inventurunterlagen hervorgehen.

Hilfs- und Betriebsstoffe

Auch Hilfs- und Betriebsstoffe sind Bestandteil einer Inventur. Gegenstände wie Heizöl, Verpackungsmaterial oder Benzin müssen einzeln erfasst werden, sofern ihr Wert erheblich ist oder starke Schwankungen im Bestand vorliegen. Trifft dies nicht zu, ist eine Schätzung des Wertes zulässig.

Kommissionsware

Hast du Kommissionsware erhalten, ist diese nicht im Bestand zu führen, da sie Eigentum deines Unternehmens ist. Anders sieht es aus, wenn du selbst Kommissionswaren hingegeben hast. Sie sind in die Inventur aufzunehmen oder mittels Bestandsnachweis des Kommissionärs nachzuweisen.

Wertlose oder minderwertige Waren

Selbst Waren mit geringem oder keinem Wert sind aufzunehmen. Bei der Bewertung wird ein Abschlag von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen oder es wird der Wert „Null“ herangezogen.

Ware, die sich unterwegs befindet

Ist unterwegs befindliche Ware dein Eigentum, so ist sie Bestandteil der Inventur. Gleiche hierbei stets mit Eingangs- und Ausgangsrechnungen ab.

Hast du beispielsweise für eine Ware bereits die Rechnung erhalten und verbucht, muss eine Erfassung im Bestand erfolgen, auch wenn die Ware körperlich noch gar nicht eingetroffen ist.

Hast du eine Ware verkauft, den Erlös erfasst aber noch keine Zahlung erhalten, darf die Ware bei der Inventur nicht mehr berücksichtigt werden.

Bewegliches Anlagevermögen

Das Bestandsverzeichnis muss auch sämtliche bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens enthalten, selbst wenn diese komplett abgeschrieben sind. Hierunter fallen beispielsweise

  • Fahrzeuge
  • Maschinen oder
  • die Geschäftsausstattung.

Eine körperliche Bestandsaufnahme ist nicht erforderlich, wenn ein Anlagenverzeichnis mit sämtlichen Zu- und Abgängen geführt wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter sollen in einem separaten Verzeichnis geführt werden und zählen nicht zum Bestand. Leasing-Gegenstände sind hingegen Bestandteil des Anlagenverzeichnisses, sofern sie dem Leasingnehmer zuzurechnen sind.

Das Anlagenverzeichnis muss für jeden Gegenstand eine sogenannte Anlagenkarte enthalten, die folgende Angaben aufweist:

  • Bezeichnung des Gegenstandes
  • Bilanzwert zum Bilanzstichtag
  • Anschaffungs- oder Herstellungsdatum
  • Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  • Nutzungsdauer
  • Jährlicher Abschreibungsbetrag
  • Datum des Abgangs

Inventur des nicht körperlichen Vermögens und der Schulden (Buchinventur)

Forderungen, Verbindlichkeiten und immaterielle Vermögensgegenstände können nicht durch körperliche Bestandsaufnahme (Zählen, Wiegen oder Messen) ermittelt werden. Sie müssen daher einer Buchinventur unterzogen werden.

Dies bedeutet, dass ein Nachweis durch geeignete Dokumente erfolgen muss. Forderungen und Verbindlichkeiten werden beispielsweise getrennt voneinander anhand von Saldenlisten erfasst. Ein Bankguthaben wird hingegen durch Kontoauszüge nachgewiesen.

Vorhandenes Bargeld muss jedoch gezählt werden.

Источник: https://www.weclapp.com/de/blog/inventur/

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